example.com. 3600 IN AAAA 2606:2800:21f:cb07:6820:80da:af6b:8b2c
Ein AAAA-Record („Quad-A“) ist das IPv6-Gegenstück zum A-Record: Er ordnet einem Hostnamen eine 128-Bit-IPv6-Adresse zu. Der Name rührt daher, dass die Adresse viermal so lang ist wie eine IPv4-Adresse.
Dual Stack
Die meisten Websites veröffentlichen A- und AAAA-Records. Clients mit IPv6-Anbindung nutzen den Happy-Eyeballs-Algorithmus (RFC 8305): Sie starten zuerst eine IPv6-Verbindung und weichen nach wenigen hundert Millisekunden auf IPv4 aus, wenn sie langsam ist. Deshalb bleibt ein defekter AAAA-Record oft unbemerkt – und sollte trotzdem repariert werden.
Checkliste
- Veröffentlichen Sie AAAA-Records nur, wenn der Dienst unter dieser IPv6-Adresse wirklich antwortet.
- Legen Sie für die IPv6-Adressen von Mailservern ebenso einen PTR-Record an wie für IPv4.
- Firewalls werden für IPv6 oft getrennt konfiguriert; testen Sie beide Protokollfamilien.
Häufig gestellte Fragen
- Brauche ich einen AAAA-Record?
- Nicht zwingend, aber IPv6 trägt inzwischen einen großen Teil des Datenverkehrs. Mit AAAA-Records verbinden sich IPv6-Nutzer direkt, ohne Carrier-NAT.
- Warum ist meine Website nach dem Hinzufügen von AAAA für manche Nutzer langsam?
- Ist der IPv6-Pfad gestört, warten Clients, bevor sie auf IPv4 ausweichen. Stellen Sie sicher, dass der Server auf IPv6 lauscht und die Firewall es zulässt.